Die Lehrenden

Die Lehrenden des Folkwang Instituts für Pop-Musik sind Komponist*innen, Produzent*innen und Performer*innen mit nationalem und internationalem Renommee sowie entsprechender Expertise in ihrem jeweiligen Gebiet im Bereich des Pop. Alle Lehrenden sind eng in die Betreuung der Projekte der Studierenden eingebunden und stehen im regelmäßigen intensiven Austausch untereinander. Die inhaltliche Betreuung der Projekte wird aufeinander abgestimmt und ermöglicht den Studierenden stets ganzheitlich zu arbeiten und die verschiedenen Impulse und Aspekte gleichermaßen im Auge zu behalten.
Die Lehrenden arbeiten zudem mit Lehrenden der anderen Disziplinen der Folkwang Universität der Künste zusammen, um den Studierenden so auch anspruchsvolle, multi- und crossmediale Projekte zu ermöglichen.

Tanja Godlewsky

Tanja Godlewsky

Konzept & Design

„Mich interessiert die Schnittstelle zwischen Musik und Design. Wie sieht Pop-Musik aus? Welchen Anforderungen und Einflüssen unterliegen Art-Works, Videos, Live-Visuals und Performances? Mit diesen Fragen beschäftigen sich die Studierenden und ich gemeinsam. In Seminaren, aber auch im Rahmen einer persönlichen Eins-zu-eins-Betreuung. Das Ziel: Dass sie mit meiner Hilfe die Idee ihrer eigenen visuellen Künstler*innen-Identitäten entwickeln können.“

Tanja Godlewsky ist selbstständige Kreativdirektorin aus Köln und Expertin für Design und Popkultur. Sie setzt komplexe gestalterische Projekte in Kultur, Wissenschaft und Wirtschaft um. Neben ihrer Expertise für Contemporary Visual Culture, Branding und Publishing diskutiert und erforscht sie die visuellen Inszenierungen von Pop-Musiker*innen. Damit einher geht eine langjährige Auseinandersetzung mit den Möglichkeiten des Gender Designs im (pop-)kulturellen Kontext. Tanja Godlewsky arbeitet seit vielen Jahren mit Studierenden an verschiedenen Hochschulen für Gestaltung und Kunst zusammen, neben der Folkwang Universität der Künste ist sie auch an der Köln International School of Design tätig.

Christian Kalinowski aka NUMINOS

Sound & Effekt

„Keiner verlässt den Seminarraum, bevor der Tiefbass nicht aufgeräumt ist!“

Numinos unterrichtet das Seminar ‚Produktionstechnik(en), Sound und Effekte‘. Als Produzent, Live-Artist, DJ, Mastering-Engineer, Equipment-Tester und Autor für diverse Publikationen (u.a. Groove, Bonedo, Kopfhoerer.de), überblickt er annähernd 35 Jahre technologischer und stilistischer Entwicklungen und kennt alle Schritte des Produzierens im Detail.

Sein didaktischer Ansatz zielt vor allen Dingen darauf ab, den Studierenden eine holistische Perspektive auf den gesamten technischen, künstlerischen und klanglichen Schaffensprozess zu eröffnen. Denn eine gelungene Produktion entscheidet sich nicht durch die Wahl des richtigen oder falschen Equalizers oder Kompressors. Ja selbst formal „richtige“ Parameter-Einstellungen der Geräte – egal ob virtuell oder als Hardware – können an dem Punkt falsch sein, wenn die falschen Einstellungen „richtig“ klingen. Die dafür nötige Bewertungssouveränität und Experimentierfreude zu vermitteln und zu fördern ist sein Antrieb.

Richard Ojijo

Sound & Effekt

„Sound is only as good as the weakest link in the signal chain.“

Richard Ojijo lebt und arbeitet in Köln. Die 1990er Jahre verbrachte er in den einschlägigen Kölner Clubs wie Warehouse, Iz und Studio 672 oder fuchste sich mit gleichgesinnten Neuproduzent:innen wie Boris Bontempi, Heiko Voss und Alexander Geiger in die endlosen Weiten elektronischer Musik hinein. Seit Ende der 90er Jahre arbeitet Richard Ojijo als Live Engineer für Musiker:innen wie Joy Denalane, Freundeskreis, Moderat, GAS, 0neohtrix Point Never, Max Herre, Modeselektor, Apparat, Roosevelt und viele mehr. Er kennt keine stilistischen Berührungsängste – von Techno, Urban, über Reggae und Dub bis hin zu Soul übt alles seinen Reiz auf ihn aus. In seiner Funktion als Studio- und Recording Engineer zählten schon Cody ChesnuTT, Selah Sue, Samy Deluxe und Patrice zu seiner Klientel.

Richard Ojijo komponiert und entwirft die Soundtracks zu den politisch hochaufgeladenen Videoarbeiten des Kölner Künstlers Marcel Odenbach, die in Museen rund um die Welt gezeigt werden.

Am Institut für Pop-Musik der Folkwang Universität der Künste in Bochum unterrichtet Richard Ojijo seit 2015 in dem Modul „Sound & Effekte“ und gibt Einblicke in neue Klangwelten.

(Foto: Niclas Weber)

Gregor Schwellenbach

Popmusikkomposition & -arrangement/Popmusikalische Praxis

„Ich mag es, die Regeln herauszufinden – und sie dann zu brechen. Großartige moderne Musik kennenlernen, verstehen wie sie gemacht ist, und dann alles vergessen und inspiriert sein, die eigene Persönlichkeit nach außen zu bringen – das ist der Weg den ich in meinem Unterricht aufzeigen will.“

Gregor Schwellenbach ist eine Schlüsselfigur im Gebiet zwischen klassischer Tradition und elektronischer Clubmusik. Er ist ein viel beschäftigter Filmkomponist und gefragter Orchesterarrangeur u.a. für Irmin Schmidt (Can), Kurt Wagner (Lambchop), Kölsch, Megaloh, Alligatoah, The Heritage Orchestra, The London Symphony Orchestra und WDR Funkhausorchester. Sein Kammermusik-Tribute für das Technolabel Kompakt wurde mit dem VIA Indie Award 2014 für das „Beste Experiment“ ausgezeichnet. Zum 80. Geburtstag von Steve Reich produzierte er eine Neueinspielung seiner „Six Pianos“ zusammen mit Hauschka, Brandt Brauer Frick, John Kameel Farah und Grandbrothers, die live unter anderem in der Elbphilharmonie zu hören war. Er betreibt das Label Galerie, die Verlagsedition Threshold & Brook und analysiert wöchentlich auf dem Radiosender WDR Cosmo aktuelle Popsongs.

Philipp Janzen

Popmusikkomposition & -arrangement/Sound & Effekt

„It may be the level or it may be a chord, but you’re gonna have to serve somebody.“ – frei nach Bob Dylan

Jan Philipp Janzen ist Mitglied der Band und des Produzentenkollektivs VON SPAR, Urlaub in Polen und der in Köln angesiedelten All-Star-Clique Cologne Tape sowie des Projektes Stephen Malkmus & Friends play Can’s Ege Bamyasi. Philipp Janzen stellt/e seine Schlagzeugkünste Bands wie Die Sterne, The Field, Owen Pallett sowie Scout Niblett zur Verfügung und produzierte in VON SPAR’s eigenen Dumbo Studios Aufnahmen von Künstlern wie R. Stevie Moore, The Field, die Sterne und Xul Zolar. Er komponiert Filmmusiken (z.B. Speed – Auf der Suche nach der verlorenen Zeit), arbeitete für das Plattenlabel Tomlab als auch das Musikfestival c/o pop. Am Folkwang Institut für Pop-Musik in Bochum unterrichtet er das Produzieren von Popmusik.

(Foto: Martin Steinke)

Anne Ohlen

Urheber- & Medienrecht

„A bisserl was geht immer!“

Anne Ohlen ist Rechtsanwältin und Fachanwältin für Urheber- und Medienrecht sowie Fachanwältin für IT-Recht. Sie betreut Mandant*innen aus dem gesamten Bereich der Kreativbranche und war zudem bereits in der Rechtsabteilung eines Fernsehsenders tätig. Schwerpunkte ihrer Tätigkeit sind das Film- und Fernsehrecht sowie das Musikrecht. Am Folkwang Institut für Pop-Musik ist sie für die ‚hard facts‘ des Urheber- und Medienrechts zuständig. Sie vermittelt den Studierenden die rechtlichen Rahmenbedingungen für die Veröffentlichung von Musik und ihren medialen Auftritt als Künstler*innen. Als Dozentin lehrt sie zudem an der Technischen Hochschule Köln und am SAE Institut in Köln.

Henrik von Holtum aka Textor

Henrik von Holtum aka Textor

Musik & Text

„Es gibt keine Regeln, alles ist möglich, aber wie soll man mit soviel Freiheit umgehen? Ich beschäftige mich gerne mit den grundlegenden Dingen, weil ich gelernt habe, dass wenn man sich in Stabilität übt, man mit Chaos spielen kann.”

Henrik von Holtum war als MC der Kinderzimmer Productions einer der Pioniere bei der Aufgabe, dem deutschen Hip-Hop das Fließen beizubringen. Er ist ausgebildeter klassischer Kontrabassist und hat als Autor u.a. für Zeit, Spex und Juice geschrieben. Er macht Radiofeatures u.a. für den SWR, den Deutschlandfunk und RBB. Sein Einzugsgebiet als Rapper, Sänger und Bassist reicht vom akustischen Duo Textor&Renz bis zum Radiosymphonie Orchester Wien, vom kleinen Punkrock-Schuppen bis zur großen Festivalbühne. Am Folkwang Institut für Pop-Musik unterrichtet er im Bereich Text.

Thomas Venker

Märkte, Ökonomien & Management

„Lehre ist für mich ein mehrdimensionaler Austauschprozess, in dem alle voneinander profitieren, die Studierenden (hoffentlich) von unseren Erfahrungen, dem kumulierten Wissen und auch unserer Historie des Scheiterns (mit allen positiven Ableitungen, die das in sich trägt), wir Lehrenden im selben Maße von den Studierenden: Sie erinnern uns daran, dass Paradigmen nie für immer festgeschrieben sein müssen und man sich immer den erstaunten Blick der Noviz*innen auf die Welt erhalten sollte, wenn man sie in ihrer Gänze wahrnehmen und reflektieren möchte.“

Thomas Venker ist Mitherausgeber und Co-Chefredakteur des vielfach ausge-zeichneten Kaput-Magazins für Insolvenz & Pop. Bis 2014 war er 14 Jahre lang Chefredakteur des Intro Magazins, Deutschlands zu jener Zeit Auflagenstärksten Magazin. Er schreibt regelmäßig für ein Portfolio von Zeitschriften und Tageszeit-ungen, moderiert Panels und Symposien für kulturelle Einrichtungen, unterhält das Kunst-Schallplatten-Label Edition Fieber und gehört zum Kurator*innen-Team der Monheim Triennale. Neben seiner journalistischen Arbeit lehrt er Musikjournalismus und Künstler*innen-Marketing an mehreren deutschen Universitäten, ist Manager der DJ Lena Willikens sowie des audiovisuellen Kunstperformance-Projekts Phantom Kino Ballett.  Zuletzt ist von ihm das Buch „Talking to Americans“ erschienen.

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